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Die Majestäten des Musikcorps

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Wir spielen bei Ausmärschen, bei öffentlichen Veranstaltungen, bei Versammlungen, bei Ständchen und wir geben einmal im Jahr ein eigenes Konzert. Wir sind überall gern gesehen, das Musikkorps der Schützengesellschaft O. v. Reden . Wir kommen aus ganz Gehrden und Ronnenberg. Die Altersstruktur liegt zwischen 11 und 75 Jahre.

Das Schützenmusikkorps besteht seit über 45 Jahren. Bei der Weihnachtsfeier 1958 stiftete der damalige 1. Vorsitzende Ottomar von Reden der Schützengesellschaft einen Schellenbaum. Diese Stiftung war der Anlass zur Gründung einer eigenen Blaskapelle. Durch Spenden verschiedener Schützenbrüder konnten im Januar und Februar 1959 die ersten Musikinstrumente beschafft werden.

 

Henry Staats 1959

Am 9. März 1959 war es soweit, die ersten 8 Musikbegeisterten fanden sich unter der Leitung des neuen Kapellmeisters Henry Staats zum ersten Übungsabend im Schützenhaus in Gehrden ein.

Am 01. Juni 1959 konnte die neugegründete Kapelle ihrem 1. Vorsitzenden O. v. Reden, anlässlich seines 71. Geburtstages, schon ein Ständchen darbieten. Dies war kurz vor seinem Tode.

Im November 1959 verstarb plötzlich der Kapellmeister Henry Staats und die Stabführung übernahm der Kapellmeister Kurt Lambrecht.

 

Kurt Lambrecht 1960

Ostern 1960 fand dann das erste Platzkonzert vor dem Ratskeller statt. Ab 1963 spielte die Schützenkapelle jährlich zum Heideblütenfest in Bokel auf.

Am 12. November 1966 fand das erste Konzert in der Festhalle in Gehrden statt. Der Eintritt kostete damals 2,-- DM. Es wurden Stücke gespielt wie „Hans im Glück“, eine Ouvertüre von Hans Hartwig, der Konzertwalzer Wiener Bürger oder die Abschiedsmelodie, ein Trompetensolo geblasen von Dieter Hoffmann.

Danach fanden die Konzerte im Jahresrhythmus statt, eingebürgert hatte sich dann der zweite Advent eines jeden Jahres.

Am 02. November 1973 vergrößerte sich die Blaskapelle durch die Zusammenlegung mit der Bergmannskapelle Ronnenberg. In einer Sitzung im Schützenhaus wurde die Kooperation der beiden Musikkapellen beschlossen und protokollarisch festgelegt. Die Kapellenmitglieder bekamen eine zweite Uniform und ihre Auftritte waren vereinsentsprechend entweder in der Schützen- oder in der Bergmannsuniform.

Ende 1989 trat Kurt Lambrecht aus Altersgründen zurück und übergab den Taktstock an Olaf Nitsch.

 

Olaf Nitsch 1989

Anfang 1994 beschloss der Vorstand des Bergmannsvereins die Auflösung der Bergmannskapelle. Der letzte Einsatz war am 30. Dezember 1994 ein Geburtstagsständchen für ein Bergmannsmitglied. Die Blaskapelle aber blieb erhalten und war nun wie vor 1973 eine reine Schützenkapelle.

Sinn und Zweck des Schützenmusikkorps ist es sicherlich, die vereinseigenen Veranstaltungen musikalisch zu umrahmen. Es sind viele attraktive Einsätze im Laufe eines Jahres, die einem die Lust am musizieren nicht verlieren lassen. Von der Nordsee bis zum Schwarzwald ist das Schützenmusikkorps Gehrden bis über die Stadtgrenzen hinaus bekannt geworden.

Über den vereinseigenen Veranstaltungen hinaus, wie das Gehrdener Schützenfest, tritt die Schützenkapelle auch beim größten Schützenfest der Welt in Hannover mehrmals auf.

Höhepunkt des Jahres ist jedoch immer noch das Weihnachtskonzert am 2. Advent in der Gehrdener Festhalle.

Es bestehen zwei Freundschaften mit auswärtigen Musikvereinen. Zum einen mit dem Musikverein Urberg (Schwarzwald) und seit dem Schützenfest 2001 in Gehrden mit der Schützenkapelle Holzheim aus Bayern. Der Gegenbesuch im Jahr 2003 war eine gelungene Sache.

 

Mitgliederzahl und Ausbildung

Die aktive Mitgliederzahl hat sich auf 40 Musiker eingependelt und ist für eine Blaskapelle, deren Hauptrepertoire die traditionelle Blasmusik ist, in allen Registern gut vertreten.

Wir sind bemüht, auch weiterhin Nachwuchs in unserer Kapelle auszubilden.

Man kann alle Blasinstrumente erlernen die in unserem Orchester vorkommen, wie: Trompete, Flügelhorn, Tenorhorn, Bariton, Althorn, Posaune und Tuba. Auch in den Holzblasinstrumenten wird ausgebildet, wie: Klarinette, Flöte und selbstverständlich auch Schlagzeug.

Wie in allen Musikvereinen wird etwa die Hälfte unserer „Zöglinge“ vom Kapellmeister ausgebildet. Etwa 1/3 wird von Spielern der Kapelle, nach dem Lehrlingsprinzip, auf den Instrumenten unterwiesen. Bei uns ist dies Susanne Wiets in der Klarinettenausbildung. Räumlichkeiten zu Proben in Gruppen und für den Einzelunterricht stehen der Schützenkapelle zur Verfügung.